Se acabo IV – Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Published on May 14, 2012

„The ultimate measure of a man is not where he stands in moments of comfort and convenience, but where he stands at times of challenge and controversy.” – Martin Luther King Jr.

Wir sind eingebettet in unserer heilen Welt. Umgeben von Wohlstand und Luxus. Von Annehmlichkeiten, die uns die Zeichen der Natur nicht einmal mehr vernehmen lassen. Wir sind es gewöhnt, nicht darüber nachzudenken, nicht zu verstehen, wer wir sind. Wir erheben uns über den Rest der Welt, den wir nicht einmal wahrnehmen und lassen uns so selber außen vor.

Wir leben ein System, dessen Ursprung so irrelevant ist, wie es die Vergangenheit nur sein kann. Doch uns darüber zu erheben scheint uns zu mühsam. Lieber lassen wir uns in Sänften in die Hölle tragen, als aufzustehen und uns selbst zu retten. Abwärts geht es immer einfach. Die Herausforderung liegt im neuen Unbekannten.

Wir verschließen die Augen vor dem offensichtlichen und verlieren dabei unsere Freiheiten, ohne es zu bemerken. Wer nicht dagegen ist, der ist dafür. Wer nichts unternimmt, der steht still. Und wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Es wird Zeit, sich mit anderen Themen zu beschäftigen. Mit Themen, die sowohl über den alltäglichen Sorgen stehen, wie sie zugleich auch das Fundament für die Problemlösung sind.
Systemkritik? Ya no – se acabo.


Se acabo III – Freiheit des Gefangenen

Published on May 13, 2012

„Klagt nicht die menschliche Natur an, wenn ihr Bosheit, Dummheit, Niederträchtigkeit, Unglück und jede Art von Elend in unserer Gesellschaft findet – klagt die unmenschlichen Verhältnisse an, die das beste, humanste, tätigste Geschöpf in Elend und Laster stürzen können.“ – Moses Hess

Die Menschheit richtet sich selbst. Sie spielt Richter und Henker – der Mensch entscheidet über Leben lassen und Sterben. Er verurteilt seinesgleichen aufgrund von Verbrechen, die er selbst erfunden hat: Das Prinzip der Strafe ist so alt wie die Menschheit selbst.

Die Bestrafung ist der Versuch eines Ausgleichs für einen Schaden, den der Bestrafte verursacht hat. Bestrafung in jeglicher Form ist nichts anderes als Rache in mehr oder weniger schöner Verkleidung. Sie versteckt sich hinter Gesetzen, hinter Regeln und Vereinbarungen. Sie tarnt sich als Gesetz, als Regel, als Vereinbarung. Sie lebt in der Gesellschaft und wird genährt von uralten Instinkten.

Und dennoch wird auf die Lösung des Problems freiwillig verzichtet, zu Gunsten von willkürlichen Wertevorstellungen, künstlichen Gesetzen und der Anstrengungslosigkeit der Gemütlichkeit. Sie erreicht eine monumentale Komplexität, deren Struktur die wenigsten zu durchschauen vermögen. Die Zivilisation verliert sich so in feindseligen Streitigkeiten um lebensnotwendige Resourcen, um fiktive Güter und zweifelhafte Werte. Sie verheddert sich in ihrem Netz aus Regeln und Verbindungen und beraubt sich jeder Bewegungsfreiheit durch die Struktur, die ihr hätte das Leben erleichtern sollen.


Se acabo II – Klare Worte

Published on May 12, 2012

“If you can’t explain it simply, you don’t understand it well enough” – Albert Einstein

Schluss mit lustig. Schluss mit Platitüden, mit dem Appell an die Vernunft, mit den diplomatischen Scherereien und dem höflichen Herumschleichen. Schluss mit der Volksverarsche, der Massenkontrolle, den Hintertürchen, und dem Scheiss, der zwischen den Zeilen steht. Schluss damit.

Wir wurden erzogen, um kritischem Denken kritisch gegenüber zu stehen. Die Politik verteufelt alles, was gegen ihre Interessen läuft, die Religion verbietet alles, was nicht in ihrem Sinne ist, die Wirtschaft stigmatisiert alles, was sich nicht ihrem Wertesystem fügt. Die Gesellschaft grenzt all jene aus, die es wagen, nicht mit dem Strom zu schwimmen.

Freie Meinungsäußerung gibt es bestenfalls auf dem Papier. Sobald ein frischer Wind weht, wird die Windjacke angezogen, werden die Grenzen dicht gemacht, die Gesetze enger geschnürt, werden neue Tabus erklärt, wird sich pekiert gezeigt. Und bläst er noch zu heftig, wird versucht, ihm entgegen zu wirken.

Was nicht passt, wird passend gemacht. Wer anders denkt, wird gleichgeschaltet. Was sich nicht fügt, wird niedergeknüppelt und wer es wagt, den status quo zu hinterfragen, wird ausgegrenzt.

Wer darin versagt, seine Absichten klar zu kommunizieren, der hat versagt, sich einzubringen.

Wer darin versagt, seine Fehler einzugestehen, der hat versagt, sich einzugliedern.

Wer glaubt, die Mängel seines Denkens durch Wirken und Handeln auf andere zu ersetzen, der hat darin versagt, die Mannigfaltigkeit des Lebens zu erkennen.

Wer glaubt, werten oder urteilen, gerecht von ungerecht unterscheiden, Wertigkeiten festlegen oder Gesetze erlassen zu können, der hat der Freiheit bereits einen Riegel vorgeschoben.


Se acabo I – Keiner denkt mehr

Published on May 11, 2012

“If you don’t read the newspaper, you’re uninformed. If you read the newspaper, you’re mis-informed.” – Mark Twain

Ich habe es satt, über Dinge zu schreiben, die sich aufgrund dessen nicht ändern werden. Ich habe es satt, über die lächerlichen Symptome mich zu echauffieren, in dem Wissen, den alten Bär doch nur zu reizen. Es ist sinnlos, den verständnislosen Zaungästen die Szenerie zu erklären, sind sie doch bereits so von dem vereinnahmt was sie beobachten, dass sie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen.

Es ist deprimierend mit anzusehen, wie das Publikum selbst Teil des Trauerspiels wird, das ihre eigene Zerstörung vorexerziert; die Zuschauer sind von der Szenerie gefesselt wie von einem spannenden Film.

Dabei wäre es so einfach, einfach aufzustehen und den Saal zu verlassen, die Vorstellung Vorstellung sein lassen. Sich über die Fiktion zu erheben, das Kapitel für sich abzuschließen, die Realität zu begrüßen und wieder ans Tageslicht hinauszutreten. Doch keiner denkt mehr.

Niemand ist im Stande, sich darüber zu erheben, das System als Fiktion zu erkennen, den Blick von der Illusion abzuwenden. Niemand verlässt sich mehr auf seine Intuition. Keiner hört auf das, was er sich selbst zu sagen hat – ja, die meisten haben überhaupt verlernt, darauf zu hören; wissen nicht einmal, dass es so etwas überhaupt gibt. Statt dessen gibt es Medien. Es gibt Zeitungen, Berichte, Studien, Statistiken. Es gibt Ratingagenturen und citation counts. Es gibt Stimmungsmache und Meinungsfabriken, Werbung und Parteien. Es gibt vorgekautes und fremd-gedachtes, aber selten selbst-erdachtes. Es gibt kein Angebot für den Einzelnen. Keine maßgeschneiderte Lösung für das Individuum. Und dennoch vertrauen wir auf die Essenz des Mülls, der uns permanent um die Ohren fliegt. Der uns eingetrichtert wird, der uns gelehrt und vorexerziert wird. Ob das gut ist, wissen wir nicht. Denn keiner denkt mehr.

Würde man uns weiß machen, dass Wasser gesundheitsschädlich wäre, würde in zehn Jahren niemand mehr Wasser trinken. Oder man könnte Dinge ins Wasser geben und es für gut befinden. Man könnte Nahrungsmittel anreichern und als gesund verkaufen, Ergänzungen anpreisen und Fertigprodukte als ideal darstellen.

Man könnte eine Meinung als richtig verkaufen, man könnte eine Überzeugung für die Erlösung halten, eine Regel zum Dogma erheben, ein System als unfehlbar erklären oder davon überzeugt sein, dass es einfach nicht anders geht, als wie es ist. Man könnte sagen, es ist so wie es ist, das ist unser Weg, das ist die Gesellschaft, das ist der Zustand. Und niemand mehr hat weiter gedacht.


Sommer

Published on April 28, 2012

Sommer ist, wenn’s heiß ist. Es mag heute der heißeste Apriltag seit Beginn der Aufzeichnungen in Österreich gewesen sein; für mich wars der erste Sommertag als Vorgeschmack auf das, was hoffentlich kommt, wenn in zwei Wochen der Stress vorüber ist. Selbigen konnte ich heute, zumindest für ein paar Stunden, am Bodensee in guter Gesellschaft, vergessen. Für ausgiebige Badefreuden waren die rund 12 Grad Wassertemperatur zwar noch zu kalt, aber für eine kleine Ehrenrunde hat’s gereicht. Ma künt o sega, da Bodasee isch boda kalt.


Peter Ratzenbeck

Published on April 26, 2012

Tolles Konzert heute Abend in Rankweil.


Moondog

Published on April 22, 2012


Sojah

Published on April 20, 2012


Youthman step up in a babylon face,
spliff in a we mouth and the chalice we a blaze,
smoke marijuana we get so high,
like birds in the sky we fly


Marijuana and driving

Published on April 16, 2012

Yet another article that sadly won’t be taken seriously: Marijuana Users Are Safer Drivers Than Non-Marijuana Users.
Personally, I don’t find the conclusions surprising, though the article transports a kind of “better get high before driving home”-attitude which should never replace the “better get sober before driving home”-policy.

Also reminds me of this here.


Demenzdorf Hogewey

Published on April 14, 2012

Ohne Worte. Einfach wunderbar.